Mexiko

06.2006

Mexiko


5 Wochen sind wir nun schon in Mexiko unterwegs und konnten dabei die unterschiedlichsten Landschaften, Kulturen und Menschen kennen lernen. Hier unsere Route: begonnen haben wir in der Hauptstadt Mexico-City. Weiter ging es Richtung Osten nach Oaxaca, wo wir in eine Protestwelle von ca. 80.000 streikenden Lehrern geraten sind. Als nächstes wollten wir das Meer sehen und reisten daher an die Pazifikküste nach Puerto Escondido (weltweit bekannt für seine Wellen). Richtig relaxen konnten wir dann am nicht weit entfernten Stand von Mazunte. Einfach traumhaft...
Nachdem wir eine befriedigende Bräune erreicht hatten, beschlossen wir Richtung Nordosten in die Berge nach San Cristobal zu fahren - eine wunderschöne Stadt die sehr bedeutungsvoll für die dort ansässigen Zapatisten ist.
Nachdem wir nun das Meer und die Berge gesehen hatten, wurde es Zeit auch den Mexikanischen Jungle zu betreten. Dieses ursprüngliche Stück Naturfanden wir in El Pachan, ca. 3 km entfernt von den weltbekannten Maya-Ruinen "Palenque". Hier verbrachten wir eine Woche zusammen mit Affen, Glühwürmchen, Leguanen und allerlei Vogelarten. Nicht zu vergessen die Moskitos...
Dann beschlossen wir Richtung Karibik aufzubrechen. Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stopp in der beschaulichen (und alkoholfreien) Stadt Merida ein. Von dort aus ging es weiter nach Tulum an der Karibikküste.
Hier wurden wir zu einem längeren Aufenthalt "gezwungen", da ich (Steffen)mir gleich am ersten Tag den verdreht hatte. Nach einer Woche Erholung für Seele und Fuss ging es weiter zur Mexikanischen Grenzstadt Chetumal. Von dort aus reisten wir nach Belize ein.


Es ist schon clever, seine Reise in Mexico-City zu beginnen, denn zumindest von der Quantität her findet sich so schnell keine zweite Stadt, die Mexico-City übertreffen kann. Da gibt es z.B. ca. 30 Mio. Einwohner, mindestens eben so viel Taxis und natürlich die unzähligen alten VW-Käfer. Nicht zu vergessen die tausenden Touristen...
Ich persönlich empfand Mexico-City als eine sehr spannende Stadt in der alles möglich ist. Anja weiss bis heute nicht, ob sie die Stadt lieben oder hassen soll - so geht es wohl den meisten...
Zu den Highlights unseres Mexico-City Besuches zählt z.B. der Gang über den täglich stattfindenden Markt. Dieser Gang kann sich locker über 2 bis 3 Stunden hinziehen, will man alles sehen. Auch der Besuch des Antropologischen Museums war sehr reizvoll. Selbst für mich als Kulturbanause war dieses Museum aufgrund des Inhalts und der
Darstellungsweise beeindruckend. Ach ja, was man nicht auslassen sollte ist eine Fahrt im öffentlichen Minibus. Auf Mexikanischen Strassen gilt nur eine Regel - wer zuerst fährt hat Vorfahrt. Allerdings denkt das jeder und so kommt es zwangsläufig zum Stau. Aber es gibt auch bekloppte Fahrer die sich durch jede Lücke mogeln. So einer war unserer Busfahrer. Übrigens hat er nebenbei noch seinen Ghettoblaster bedient, telefoniert und die aufspringenden


Fahrgäste abkassiert - da sag mal noch einer Männer wären nicht Multitasking-Fähig!! Als nächstes Ziel hatten wir uns Oaxaca ausgesucht. Um dort hinzugelangen nutzten wir das Angebot von Bamba-Expirience (http://www.backpackingmexico.com/), einem Tour-Veranstalter für Rucksackreisende. Das Gute daran war, dass wir nicht non-stop durchgefahren sind, sondern einen Abstecher in die Wüste gemacht haben, wo uns ein Local die unterschiedlichen Kakteenarten und die Nutzung ihrer Früchte erklärt hat. War schon interessant, nur die 40 Grad im Schatten haben die Konzentrationsfähigkeit ein wenig gemindert...
Oaxaca selbst ist mit ca. 1 Mio Einwohner eine eher "kleinere" Stadt. Allerdings befand sich die Stadt als wir dort waren im Ausnahmezustand, da ca. 80.000 Lehrer für ein besseres Schulsystem protestierten. Protestieren bedeutet hier jedoch nicht nur für ein paar Stunden Transparente und Schilder in die Kamera halten, sondern man versucht das Leben in der Stadt lahm zu legen. Wir konnten daher eigentlich gar nichts von der Innenstadt sehen, da alle Strassen kreuz und quer mit Planen "überdacht" waren, unter denen die Protestierenden mit ihren Familien übernachteten und

lebten. Das alles wäre ja gar nicht so schlimm, allerdings darf man nicht vergessen, dass die meisten Mexikaner bei 1,60m aufhören, so dass wir ständig gebückt unter den Planen durchkriechen mussten. Abends hatte diese Belagerung aber auch etwas schönes, denn da es keinen Fernseher auf der Strasse gab, haben die Leute selbst für Unterhaltung gesorgt. Irgendwelche schrillen Kapellen haben gespielt, Kinder dazu gesungen, es wurden traditionelle Speisen an der Strasse zubereitet und verkauft und nicht zu vergessen die unzähligen Straßenhändler. Von Oaxaca aus haben wir dann noch 2 Ausflüge unternommen. Der erste war nach Monte Alban - unsere erste grosse Azteken-Ruinenstaette. Oder waren es die Maya, oder die Mixteken... ich kann das bis heute nicht auseinander halten... Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend!!! Der zweite Ausflug ging nach El Tule. Dort befindet sich der älteste Baum der Welt (laut Aussage der Mexikaner). Der Baum soll über 2000 Jahre alt sein und hat in der Krone einen Durchmesser von rund 60m. Steht man davor, kommt man sich schon ganz schön wie ein Würstchen vor...


Eigentlich wollten wir ja von Oaxaca Richtung Norden nach Veracruz, aber alle Leute, die wir trafen, haben uns geraten an die Pazifikküste zu fahren - da soll es wunderschön sein. Das schöne an unserer Reise ist ja, dass wir jede Menge Zeit und keinen Plan haben, also ab an den Pazifik. Genauer gesagt nach Puerto Escondido. Aloha an dieser Stelle an alle Surfer, denn die wissen, dass Puerto Escondido weltbekannt für seine Surfstrände ist. Also kein Wunder, dass 80% der Gäste in unserem Hostel Surfer waren. Dementsprechend war auch die Atmosphäre - alles und alle relaxed. Das einzig nervige ist, dass ein Surfer cooler ist als der anderer. Machosprüche sind also an der Tagesordnung ;o) Egal, Puerto Escondido hat tatsächlich richtig grosse Wellen (3-4m hoch) denen man stundenlang zugucken kann. (Kerstin, du hättest Dich nicht satt sehen können und etliche Filme verknipst!) Nur baden war etwas schwierig. Man musste schon ordentlich Luft

in den Lungen haben um die dicht aufeinander folgenden Wellen zu durchtauchen. War das Meer und die Wellen wunderschön, waren wir es überhaupt nicht. Inmitten von braungebrannten Körpern sahen wir aus, als ob es in Deutschland niemals Sonnen geben würde. Also ab in die Sonne! Mit dem Ergebnis, dass ich abends krebsrot und mit Schmerzen ins Bett gegangen bin...
Da wir noch mehr Ruhe und Einsamkeit suchten, sind wir dann nach Mzunte (ca. 2 Stunden entfernt) weitergereist. Hier fanden wir den perfekten Strand- relativ kleine Wellen, überall Palmen, keine Leute und ganz viel Entspannung. Auch die Leute, die in dem Ort lebten, hatten voll die Ruhe weg. Die hängen den ganzen Tag in ihrer Hängematte und lassen das Leben Leben sein... Nichts und Niemand kann die aus der Ruhe bringen. Na ja, und so eine Stimmung greift schnell um sich - so wurden aus geplanten zwei Tagen eine ganze Woche. Warum auch nicht, wir haben ja die Zeit!
In Mazunte gab es auch mehr als nur Ruhe und Strand. So waren wir beispielsweise an einem Tag im Tortuga-Museo (Schildkröten-Museum) wo wir ein paar richtig grosse und uralte Schildkröten bewundern konnten. Das hat uns eher zugesagt als eine Touristen-Tour raus aufs Meer, wo der Tourguide ins Wasser springt um die Schildkröten aus dem Meer zu halten, nur damit die Touris ihre Bilder machen können...
Einen zweiten Ausflug haben wir in ein nahegelegenes Süßwasser-Gebiet unternommen, in dem es richtig viele Krokodile gibt. Wir hatten Glück und konnten ein 4m Exemplar sehen. Und wir haben die Aufzuchtstation besucht wo man bis auf wenige Zentimeter an die Kroks rann konnte - natürlich gab es einen Zaun dazwischen!


Nach den entspannenden Tagen in Mazunte beschlossen wir weiter in Richtung Osten zu fahren, schliesslich bestand unsere Route daraus, über den Osten von Mexiko nach Zentralamerika zu reisen. San Cristobal war auf dieser Route ein perfekter Zwischenstopp - und ein echt kalter dazu... Hatten wir in Mazunte noch satte 35 bis 40 Grad, waren es in San Cristobal nur noch ca. 20 am Tag und ca. 7-8 Grad in der Nacht. Da waren wir doch froh über unseren guten und warmen Daunenschlafsack. Da Regenzeit herrschte, musste man genau überlegen wann man welche Wege oder Touren machen wollte. Wir haben natürlich nicht so weit gedacht und mussten am ersten Tag geschlagene 3 Stunden in einer Markthalle verbringen. Eigentlich nicht schlimm, das lokale Treiben zu beobachten, doch wenn man drei Stunden genau gegenüber von einem Fleischstand verbringen muss, ist das dann doch schon übel. Übel wäre mir auch fast geworden... die Leute hier sind bei Fleisch nicht so zimperlich. Das wird erst 20mal hin und her gepackt, bevor es verkauft wird. Lecker, da zieht man erstlich in Erwägung Vegetarier zu werden.
Befindet man sich in San Cristobal, ist ein Besuch des Canion del Sumidero Pflicht. Ein ca. 20-30m breiter Fluss schlängelt sich durch bis zu 1000m hohe Berge. Am Ufer wachsen riesige Bäume, wodurch es in dieser Region u.a. Affen, Pelikane und Krokodile gibt. Wir hatten Glück und konnten auf unserer Tour all diese Tiere sehen. Ein weiteres Highlight in der Nähe von San Cristobal ist Chamula. Ein winziger Ort, der lediglich aufgrund seiner bizarren Kirche bekannt ist. Wir haben extra unseren Aufenthalt verlängert um an einem bestimmten Tag nach Chamula fahren zu können, an dem das bekannteste und wichtigste traditionelle Fest des Jahres stattfindet. Keine Ahnung wie viele tausende Einheimische an diesem Tag in Chamula unterwegs waren, auf jeden Fall herrschte das blanke Chaos. Aber nur auf den ersten Blick. Bei näherer Betrachtung ergab alles einen Sinn. Da war ein grosser Markt, und ein Ort, wo die Zeremonien stattfanden. Ein Grossteil der Besucher trug die traditionellen Trachten, die aus weissen oder schwarzen Fellen bestand. Sah aus wie eine Horde Grizzlys oder Eisbären mit Sombreros ;o)
In der besagten Kirche selbst musste man aufpassen, dass man sich nicht die Beine verbrennt. Der Boden der Kirche war mit Gras ausgelegt, überall knieten oder sassen Menschen auf der Erde, vor ihnen tausende Kerzen und alle beteten, weinten oder rülpsten rum. Kein Quatsch, die trinken da alle Sprudelzeugs um besser rülpsen zu können. Das soll den bösen Geist aus dem Körper vertreiben.
Vor der Kirche fanden Zeremonien statt, bei denen sich alles um böse Geister und Feuerwerk drehte. Dabei benutzten die Knaller, bei denen das Herz für einen Schlag aussetzt. Unglaublich laut...
San Christobal selbst ist wohl einer der wunderschönsten Städte Mexikos mit einer ganz tollen Kultur. Wir haben echt nette handgefertigte Sachen auf den Märkten sehen können, wir haben guten Jazz gehört und das Flair von mexikanischen Fussballfans miterleben können. In der stadtbekannten Bar "Revolution" haben wir das Entscheidungsspiel Mexiko-Argentinien geguckt. Die Locals sind mit Pauken, Trompeten und Rasseln angerückt, nur um am Ende das Ausscheiden Mexikos mitzuerleben. Eine weitere nette Seite an San Cristobal sind kleine Bilder, die überall in der Stadt an den Hauswänden zu finden sind.

OK, bisher haben wir Großstädte gesehen, haben uns in der Sonne verbrannt und traditionellen Riten beigewohnt. Als nächstes Highlight stand Pallenque bzw. der Urwald auf dem Programm. In El Pachan, ein "Ort" (das sind nur 5 Hütten) in der Nähe des Eingangs zu den Ruinen von Palenque, fanden wir den Jungle, den wir uns wünschten. Nur Tarzan haben wir nicht getroffen...
Der erste Eindruck war bzw. ist unbeschreiblich. Unsere Cabana(Strohhütte) stand neben einem Flüsschen inmitten von Pflanzen und Bäumen, die ich noch nie gesehen hatte. Der Weg zum Klo war gesäumt von
Pflanzen, deren Blätter gut und gerne 4m hoch waren. Also schon beim kleinen Geschäft begann das grosse Abenteuer ;o) Es ist schon toll, wenn man sich hier abends die Zähne putzt und dabei Glühwürmchen Über sich tanzen sieht oder morgens von Brüllaffen geweckt wird. Ebenfalls beeindruckend waren die Ruinen von Palenque, die zu den Bedeutendsten von ganz Mexico zählen. Wir hatten auf zweierlei Weise Glück.
Zum einen gab es immer wieder ein paar Regenschauer, weshalb nur einige wenige Touris dort waren, zum anderen waren wir mit Jonathan, ein Freund aus Canada, unterwegs, der viele Infos

zu Palenque kannte. (Thank you Stinky!) Weitere Ausflüge haben wir dann noch nach Misol Ha, Agua Clara und Agua Azul unternommen. In Misol Ha hatten wir die Möglichkeit hinter einem recht grossen Wasserfall entlangzugehen. Schön laut, nass und rutschig...
In Agua Clara erwar tete uns eine schon in die Jahre gekommene, recht lange
Hängebrücke. Ganz ungefährlich war die nicht, da einige Holzbretter fehlten und die anderen aufgrund der Feuchtigkeit schon mehr als durchgeschimmelt waren.
Agua Azul ist ein Komplex aus kleinen und grossen Wasserfällen. Jeweils zwischen diesen Wasserfällen befinden sich "Stauseen" in denen man baden konnte. Das Besondere an Agua Azul sind eben diese Seen, da sie aufgrund des hohen Mineralgehalts im Wasser alle eine unterschiedliche Blaufärbung haben. Tja, nur leider nicht wenn gerade Regenzeit herrscht. Bei uns waren alle Seen einheitlich blau-braun... Dafür waren die Wasserfälle spektakulärer. Alles in allem ein unbeschreiblicher Aufenthalt im Jungle, denn wann hat man schon die Möglichkeit während einer Fussballweltmeisterschaft ein Spiel zu verfolgen, dabei fliegen dann ab und zu Colibries durchs Bild und Abends bei der Pizza klettern di e Affen über einem rum...

Direkt aus dem Urwald führte uns unser Weg weiter Richtung Karibik. Auf dem Weg dorthin legten wir einen Stop in Merida ein. Eigentlich eine schöne Stadt und bestimmt ist da auch immer viel los. Aber leider nur bestimmt und vielleicht... Wir waren gerade an dem Wochenende in der Stadt als in Mexiko Wahlen stattfanden. Keine Ahnung wieso, aber aus diesem Anlass heraus waren viele Shops und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Darüber hinaus galt ein striktes Alkoholverbot. Weder in Geschäften noch in Bars konnte man Bier, Tequila usw. kaufen. Wahrscheinlich wollte die Regierung sicherstellen, dass die Locals nicht besoffen zur Wahl gehen und auch sonst keinen Spass haben. (Im übrigen hat, wie uns berichtet wurde, die Wahl der Ex-Chef von Coca Cola gewonnen. Super Präsident würde ich sagen...)


Warum auch immer, wir entschlossen, aufgrund dieser verschlossenen Situation unseren Aufenthalt in Merida zu verkürzen und gleich weiter nach Tulum zu fahren. In Tulum angekommen, haben wir unsere erste Nacht in dem wohl  schrecklichsten und teuersten Hostel von ganz Mexiko verbringen müssen. Angebot und Nachfrage - die hatten die Oberhand und konnten den Preis festlegen. So haben wir 220 Pesos (rund 20 Euro) für ein einziges Bett in einem überbelegten Mehrbettzimmer bezahlt, in dem es zudem erbärmlich nach Toilette gestunken hat. Zum Glück war die Nacht recht schnell rum und wir konnten zum Strand umziehen. Dort erwartete uns eine gemütliche Cabana ganz für uns inmitten von Palmen. Wollte man zum Klo, war man gezwungen durch weissen Sand zu gehen ;o)


Die Karibik war so wir wir es uns gewünscht hatten. Klares, Türkises Wasser, menschenleere Strände (abgesehen von den braungebrannten, unbekleideten Frauen), Palmen und Pelikane die im Tiefflug über die Küste flogen. Das einzige, was unseren Aufenthalt in diesem Paradies etwas trübte, war, dass ich mir auf dem Weg zu meinem ersten Badegang den Fuss schmerzlich verdrehte. Keine Ahnung wie genau dass passieren konnte, schliesslich war die Treppe, auf der es passierte, absolut in Ordnung. Auf jeden Fall habe ich gehofft, dass das Geräusch eines reissenden Bindfadens nur von meiner Sandale kam. 20 Min. später war mein Fuss als solcher nicht mehr zu erkennen - vom Knöchel bis zu den Zehen dicht geschwollen... Da wurden aus geplanten 2 Tagen eine ganze Woche. Zugegebener Massen war die Karibikküste nicht der schlechteste Ort um meinen Fuss auszukurieren. Entweder lag ich am Strand oder in der Hängematte, immer mit einem dicken Eisklumpen auf meinem Fuss. (Ich wusste gar nicht, dass man sich beim rumliegen am Strand tatsächlich einen Sonnenbrand auf den Augenlieder holen kann...)
Anja hatte es mit mir weniger leicht. Je stärker ein Mann, desto wehleidiger ist er. Während ich jammerte, musste Anja sich auf den Weg in die Stadt machen um für uns Lebensmittel zu besorgen. (Mittlerweile ist mein Fuss wieder in Ordnung. Es gab tatsächlich die Überlegung zwischendurch zum Arzt zu gehen. Aber dank der Ferndiagnose meiner Physiotherapeutin aus Leipzig - Georgia Wilhelm, die ich an dieser Stelle wärmstens weiterempfehlen kann- wurde mit Bandagen und Binden alles wieder gut!)
An der Karibikküste selbst haben wir das erste Mal so etwas wie einen Tropensturm erleben dürfen. Ich bin von dem Sturm in der Nacht wach geworden und hatte eigentlich nur darauf gewartet, dass neben uns die erste Palme abknickt... Soweit ist es aber nicht gekommen. Aber ab jetzt sind alle Stürme in Deutschland Kinderkacke dagegen. Den letzten Tag in Mexiko verbrachten wir in Chetumal, der Grenzstadt nach Belize. Chetumal ist eine typische Durchreisestadt. Alles etwas teurer und die Unterkünfte haben keinen Charme. Das einzige was hier positiv war, war die Wäscherei, in der wir mal alle unsere Sachen waschen lassen konnten. Nicht mehr stinken ist schon was tolles...