07.2006
Belize
Tja, was soll man über Belize sagen... Hier gehen , so glaube ich, die Meinungen der Traveller weit auseinander. Ich auf jeden Fall konnte mit dem Land nichts anfangen...
Schon als wir mit dem Bus nach Belize reinfuhren, merkten wir schnell, dass dieses Land anders ist als alle anderen Länder Central Amerikas. Die Menschen hier sind gross, sehr dunkelhäutig und extrem amerikanisiert. Viele Sachen passen hier nicht zusammen, wie z.b. die sehr teuer scheinende Kleidung und der viele Schmuck - im Gegensatz dazu konnte m,an extrem viel und offene Armut sehen. Oder auch Belize City. Wir hatten eine glänzende Hauptstadt erwartet, doch stattdessen sahen wir nur viele runtergekommene Häuser, Hütten und viel Dreck. Auch hier war die Armut nicht zu übersehen...
Den erste Kontakt mit den Locals hatten wir am Busbahnhof. Wir stiegen aus dem Bus aus, ein Kerl bringt uns zum Taxi - und in diesem Moment beginnt das gezetere zwischen den Taxifahrern, da sich alle übergangen fühlten. Und wir mittendrin. Mit dem Wassertaxi ging es nach Caye Caulker, einer kleinen Caribikinsel. Schon beim Betreten der Insel überkam uns ein wohliges Gefühl und Entspannung stellte sich ein. Die Insel war wirklich wunderschön. Die Häuser waren kunterbunt und sehr gut erhalten. Und es gab viele ältere Locals mit dicken Rastas, die am Strand sassen und malten. So klein die Insel auch ist (in einer Stunde hat man sie umrundet), ihr Name ist bei Tauchern aus aller Welt ein Begriff. Hier nämlich gibt es das "Blue Hohle". Ich habe mich schon geärgert, dass mein Fuss noch nicht in Ordnung war, aber auf 40m tiefe mit einem kaputten Fuss zu gehen, wäre leichtsinnig gewesen.
Wer bei diesen Sätzen über Caye Caulker an ein Paradies denkt, liegt nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Caye Caulker ist einzig eine Touristeninsel (die im übrigen in den Händen eines Amerikaners liegt) und hat mit dem wahren Belize nur herzlich wenig zu tun. Auch auf dem Weg von Belize nach Guatemala begleitete uns das Bild der Armut, wobei der Westen des Landes schöner erscheint. Die Natur ist üppiger und die Menschen wirken zufriedener. Allerdings ist das nur ein Eindruck, den ich durch die Scheibe des Busses und nach wenigen Tagen gewinnen konnte. Sicher ist es etwas anderes, wenn man grössere Städte meidet und den Kontakt zu den Locals sucht...